Lee Kum Kee
Wie Lee Kum Kee dazu beiträgt, die chinesische Küche auf der ganzen Welt zu verbreiten

Wie Lee Kum Kee dazu beiträgt, die chinesische Küche auf der ganzen Welt zu verbreiten

31 January 2025

Chinesische Auswanderer machten sich auf den Weg, die Welt zu erkunden – und haben ihren einzigartigen, unverwechselbaren Geschmack mitgebracht.

San Francisco bis Singapur, von Melbourne bis Manila und von London bis Lima – man sieht sie überall.

Reihenweise saftiges Char Siu (gegrilltes Schweinefleisch), Siu Yuk (Schweinebraten) und Siu Aap (gebratene Ente), die in Restaurants und an Ständen hinter Glasscheiben präsentiert werden. Diese fantastischen Gerichte haben eine etwa 3.000 Jahre alte Geschichte. Es erfordert Geschick und Hingabe, ihre Zubereitung zu meistern. Sie erinnern an ein zeitloses Erbe und lange Tradition, aber auch an eine lebendige, kulinarische Identität, die rund um den Globus weiterentwickelt wird. Und Lee Kum Kee ist mittendrin dabei. 

Siu Aap (gebratene Ente)

Vor Jahrhunderten trugen Migranten aus Südchina die kantonesische Küche in den Rest der Welt, als sie ihre Heimat auf der Suche nach einem Neuanfang verließen. Als sie sich in fremden Ländern niederließen, passten sie ihre Küche an die dort erhältlichen Zutaten an. So wurde die chinesische Küche immer vielfältiger und eroberte ganz nebenbei die Welt. Lee Kum Kee steht seit mehr als 100 Jahren an der Seite von professionellen Köchen, Köchinnen und Hausfrauen und -männern auf der ganzen Welt. Mit unseren Saucen und Gewürzen konnten Auswanderer ein Stück ihrer Heimat mit in die Fremde nehmen. Und Unternehmer gründeten damit florierende Restaurants.

„Lee Kum Kee hat einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der chinesischen Küche im Ausland geleistet. Es vermittelt eine gewisse Kultur und Nostalgie“, so Lucas Sin, Koch und Moderator der YouTube-Serie Street Eats, die mit dem James Beard Award ausgezeichnet wurde.

Mapo Tofu

Die Geschichte begann in den Chinatowns in den Herzen der Großstädte. Die chinesischen Auswanderer suchten Unterstützung in einer Gemeinschaft, die zur Gründung von ganzen Stadtvierteln weit weg von zu Hause führte. Londons Chinatown entstand im18. Jahrhundert in den östlichen Docklands, bevor sie in den 1950er Jahren schrittweise in das heutige Entertainment-Viertel Soho umzog. Es wimmelt hier von Menschen aller Nationalitäten auf der Suche nach einer köstlichen Mahlzeit, von Dim Sum und Peking-Ente bis zu handgezogenen Nudeln und Mapo Tofu. 

Diese Szenen gibt es in allen Ländern und auf allen Kontinenten. Viele von Ihnen sind aus einer bewegten Geschichte entstanden. Die Chinatown in Vancouver, Kanada, ist als historische Stätte ausgezeichnet. In diesem 130 Jahre alten Mini-Hongkong duftet es nach frisch gebackenen Eierküchlein und Pineapple Buns. In Melbourne wiederum befindet sich die älteste durchgehend bestehende chinesische Siedlung der westlichen Welt. Ihre Wurzeln gehen auf den australischen Goldrausch in den 1850er Jahren zurück. 

Auch die nächsten Einwanderergenerationen aus anderen Ländern brachten ihre eigenen regionalen Küchen mit, die über die Jahre die Grenzen der Chinatowns sprengten. Sydneys Vorort Ashfield ist ein Stück Shanghai. Hier sitzen vom Heimweh geplagte Einwanderer dicht an dicht mit Australiern und sie alle genießen gemeinsam Xiaolongbao, frittierte Teigtaschen und gebratene Nudeln. Flushing im Stadtteil Queens hat Manhattan als wichtigste Chinatown New Yorks abgelöst. Man bekommt hier undenkbar scharfen Sichuan-Hotpot oder Delikatessen wie Brot nach Xinjiang-Art und Lammgrillspieße in Kreuzkümmelkruste.

Eine besondere Eigenschaft der chinesischen Küche ist ihre Vielseitigkeit. Sie passt sich mit Leichtigkeit an die lokalen Gegebenheiten, Zutaten und den Geschmack der Einheimischen in anderen Teilen der Welt an. Einige Elemente bleiben unverändert, während andere sich weiterentwickeln.

„Die verschiedenen Regionen haben je eine eigene kulinarische Tradition. Aber es gibt auch eine chinesische Subkultur an anderen Orten wie Australien, den USA und Europa, die die chinesischen Essgewohnheiten beeinflusst haben“, so der Koch Lucas Sin.

Einige Gerichte, die in Nordamerika, dem Vereinigten Königreich und Australien beliebt sind, würden in China lebende Menschen kaum erkennen oder wären ihnen sogar ganz neu. Dazu gehören Chop Suey, ein Pfannengericht aus einer beliebigen Kombination aus Gemüse, Fleisch und Sauce, und General Tso's Chicken, ein würziges, frittiertes Hühnchengericht, das mutmaßlich in den USA erfunden wurde. 

Arroz chaufa

Ebenso faszinierend ist die Fusion von chinesischer und lokaler Küche zu einer eigenständigen Kunst – eine Entwicklung, die von neuen Kulturen und Identitäten vorangetrieben wird. Eines der bekanntesten Beispiele ist Chifa aus Peru, das entstand, als im 19. Jahrhundert zahlreiche Arbeiter aus den chinesischen Provinzen Guangdong und Fujian einwanderten. Sie kreierten einige der beliebtesten Gerichte des Landes, einschließlich Lomo saltado – mit Sojasauce gebratenes Rindfleisch, das mit Reis, Kartoffeln und Ají amarillo (gelbem Paprika) und Arroz chaufa (gebratenem Reis) serviert wird. Als Beilage wird Sopa Wantan (Wan-Tan-Suppe) gereicht.

Den größten Einfluss hat die chinesische Esskultur jedoch in Asien – von Ramen-Nudelständen in Japan bis zu den Verkäufern von Lumpia-Frühlingsrollen in Indonesien und auf den Philippinen. In Städten mit einer lebendigen Gastronomie wie Bangkok haben thailändisch-chinesische Gemeinschaften unzählige Straßengerichte erschaffen, die für Einheimische und Touristen ein Genuss sind. Jeden Tag verzehren die Menschen überall in der Stadt Schüsseln mit Fischbällchen und Eiernudeln, Jok-Reissuppe, Reis-Congee oder Teller mit Khao Mu Daeng (roter Reis mit Rindfleisch).

Singapur hat eine mehrheitlich chinesischstämmige Bevölkerung und zieht Besucher von weit her an, die in den bekannten Hawker-Zentren und Food Courts nach kulinarischen Genüssen suchen. Besonders beliebt ist Char Kway Teow, in Schmalz gebratene Reisnudeln, die in einem glühend heißen Wok zubereitet werden, der ihnen ihren einzigartigen rauchigen Geschmack verleiht.

Auch in Singapur und im benachbarten Malaysia sind einzigartige Gerichte entstanden, die zur Peranakan- oder Nyonya-Küche gehören. In ihr fließen chinesische und malaiische Zutaten und Zubereitungstechniken zusammen und lassen köstliche Gerichte entstehen, etwa cremige Laksa Kokossuppe und Ayam Buah Keluak, ein kräftiger, dunkler Hühnereintopf, der mit den einheimischen namensgebenden Nüssen zubereitet wird, denen mit einer speziellen Behandlung die Giftstoffe entzogen werden müssen. Diese Küche beweist nicht nur den Einfallsreichtum und das Können ihrer Köche, sondern auch, wie gut Chinesen sich in andere Gesellschaften integrieren können. Mit Hilfe von Lee Kum Kee feiern sie alte Bräuche und erschaffen neue Traditionen, ein Gericht nach dem anderen.

 
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